Entwicklungsstadien des Schwalbenschwanzes
Der schöne, auffällige und wärmeliebende Schwalbenschwanz ist aufgrund steigender Temperaturen hierzulande immer häufiger zu beobachten.
Seine Flügel sind gelb und schwarz gefärbt und haben schwanzförmige Fortsätze am Hinterflügel, die ihm seinen Namen gaben.
Nicht nur das erwachsene Tier ist beeindruckend; auch die Raupen sind wunderschön.
Im vierten und fünften Raupenstadium zeigen sie sich grün mit orange- punktierten schwarzen Querbändern.
Eines Tages im Juni fand meine Netzwerk-Kollegin ein solches Exemplar in ihrem Gemüse-Garten am Möhrengrün, das unruhig nach einem
Ort für die Verpuppung suchte.
Als die Raupe diesen an der Spitze eines Stängels gefunden hatte, entleerte sie ihren Darm vollständig,
und befestigte sich mit einem Spinnfaden.
Hier ist der Befestigungsfaden noch etwas genauer zu sehen.
Kurz vor der Verpuppung häutete sie sich zum letzten Mal.
Den Rest der Haut sieht man am unteren Ende der Puppe.
Bei der Verpuppung von Schmetterlingen bildet sich eine feste , schützende Außenhaut.
In ihrem Inneren aber passiert nach einigen Monaten Magisches:
Die Raupe löst den Großteil ihrer alten Organe durch Verdauungsenzyme zu einem zellulären Gewebebrei auf, aus dem dann der Schmetterling entsteht.
Der Schwalbenschwanz fliegt in zwei Generationen: die erste Generation im Frühjahr etwa ab April bis Ende Juni, die zweite Generation im Sommer von Ende Juni bis Ende August. In besonders günstigen Jahren mit trockenwarmer Witterung schlüpfen Falter einer dritten Generation.
Dieser Schwalbenschwanz gehört also zur zweiten Generation, die den Winter als Dauerpuppe verbringt.
Trotz des ziemlich kühlen Wetters schlüpfte nach 9 Monaten – leider ganz heimlich und damit nicht im Foto festgehalten – der Schwalbenschwanz und blieb noch einige Zeit an Ort und Stelle.
Schwalbenschwanz im eigenen Garten
Schwalbenschwänze benötigen für die Eiablage, als Raupenfutter und Nektarquelle im Schmetterlingsstadium Doldenblütler wie Wilde Möhre (Daucus carota) und Bibernelle (Pimpinella saxifraga).
Aber auch Giersch (Aegopodium podagraria), Wiesen-Kümmel (Carum carvi), Fenchel (Foeniculum vulgare), Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylim), Wiesen-Silge (Silaum silaus), Haarstrang (Peucedanum spp.) und weitere Arten werden genutzt.
Bei meiner Netzwerk-Kollegin war es die blühende Gartenmöhre, die den Schmetterling angelockt hatte.
Möchten Sie in Ihrem Garten oder auf dem Balkon auch diesen wunderschönen Schmetterling beobachten, haben Sie dazu mit der Pflanzung von Doldenblütlern eine gute Chance.
Tiere im Gewässer
Tiere im Gewässer
Wildbienen
Wildbienen